Montag, 21. Januar 2013

Über die Thematik

Unter illegaler Eiwanderung versteht man die Einwanderung unter Verstoß gegen die Gesetze des Ziellandes.
Die Gründe für eine illegale Einwanderung sind vielfältig, fußen jedoch fast ausschließlich auf ein massives Wohlstandsgefälle zwischen dem Heimat- und dem Zielland. Man unterscheidet dabei zwischen den sogenannten „Pull-Faktoren“ wie der Hoffnung der Migranten auf einen Arbeitsplatz und eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien in den Zielländern und den sogenannten „Push-Faktoren“ wie zum Beispiel Armut, Bürgerkriegsunruhen oder politischer Verfolgung in den Heimatländern.


Die illegale Einwanderung ist jedoch nicht selten mit vielen Gefahren verbunden.
Einerseits kommt es immer häufiger zur Flucht von Flüchtlingen aus Nordafrika nach Südeuropa, wobei oft dutzende Menschen in einem kleinen Boot über das Mittelmeer segeln. Nicht selten kommen dabei auch viele der Migranten ums Leben. So geschehen als am 7. September 2012 ein 10 Meter langer Holzkahn vor süditalienischen Insel Lampedusa aufgegriffen wurde. Von den ursprünglich ungefähr 100 gestarteten Flüchtlingen überlebten die Fahrt von Tunesien nach Lampedusa nur noch 56.  Im Jahr 2011 kamen sogar über 1500 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben. Grund dafür ist vor allem der arabische Frühling, der mit dem Aufstand in Tunesien im Dezember 2010 begann und sich u.a. in den Protesten in Ägypten und dem Bürgerkrieg in Libyen fortsetzte und dort viele Menschen um ihre Existenz brachte und sie so zur Auswanderung trieb.

Andererseits bedienen sich auch Schleuserbanden der Angst und der Hoffnungen der illegalen Einwanderer und bringen die Migranten unter teilweise menschenunwürdigen Umständen und gegen hohe Bezahlungen in ihre gewünschten Zielländer.
Können die Einwanderer ihre Schleusungsgebühr nicht zahlen und verschulden sich bei den Schleusern, so geraten sie schnell in ein Abhängigkeitsverhältnis, das an Leibeigenschaft und Zwangsarbeit grenzt. Die Ausweitung dieser Zwangsarbeit zu Menschenhandel und Zwangsprostitution ist nicht unüblich.  Angst vor körperlichen und psychischen Strafen, Scham und Angst vor Abschiebung bringen viele dieser Opfer dazu sich nicht aufzulehnen.


Aber selbst, wenn es zu keinem Zwangsarbeitsverhältnis kommt, führen illegale Einwanderer ein Leben außerhalb der sozialen Absicherung und stehen so Risiken wie Unfall, Arbeitslosigkeit und Krankheit schutzlos gegenüber. Sie leben häufig unter Wohnbedingungen, die weit unter dem mitteleuropäischen Durchschnitt liegen und auch Arbeitsschutz und ein leistungsgerechter Lohn ist nicht die Regel.

„Die Arbeits-, Lebens- und Abhängigkeitsverhältnisse vieler Migranten ohne Aufenthaltsrecht nehmen so Züge an, die durchaus mit dem Begriff der Modernen Sklaverei umschrieben werden können.“ (Friedrich-Ebert-Stiftung, im Mai 2000)

Laut dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut lebten 2008 geschätzt zwischen 196.000 und 457.000 illegale Einwanderer in Deutschland. Dadurch liegt Deutschland hinter Großbritannien und Italien und vor Frankreich und Spanien auf dem dritten Platz der Rangliste der EU-Länder mit den meisten illegalen Einwanderern.

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